Große Photovoltaik / Solarparks im Saarland in Planung

Eintrag von am 20/01/2012 17:21 | 0 Kommentare

Sonne statt Kohle: Im Saarland plant die RAG AG nach dem Abschied von der Steinkohle mehrere Solarparks. Auf 310 Hektar sollen Anlagen mit einer Leistung von bis zu 180 Megawatt entstehen, teilte die RAG am Dienstag in Saarbrücken mit.
 
Zunächst seien auf 17 ehemaligen Standorten mit rund 160 Hektar Fläche Solarparks vorgesehen. Die Investitionen sollen bei rund 170 Millionen Euro liegen. In Luisenthal sei bereits ein Projekt mit Pumpspeicherkraftwerk, Photovoltaik- und Windenergie in Planung.
Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sieht die Pläne als große Chance. «Das Saarland war stets ein Energieland und es wird auch in Zukunft ein Energieland bleiben», zitierte die RAG sie. RAG-Vorstandschef Bernd Tönjes teilte mit, auch wenn der Bergbau Ende Juni im Saarland zu Ende gehe, werde die RAG vor Ort bleiben.
Nach 250 Jahren Bergbaugeschichte wird in diesem Jahr im Saarland die letzte Steinkohle gefördert. Die RAG hat rund 2350 Hektar ehemalige Bergbauflächen - davon eignen sich nach ihren Angaben etwa 1000 Hektar als Standort für Öko-Energien.
 

HINTERGRUND


Bei der Photovoltaik steht die RAG unter Zeitdruck. Die Politik will die Förderung der Solarenergie zurückschrauben. Derzeit werden Anlagen auf Konversionsflächen wie denen der RAG mit 18,76 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Die Nutzung der Schächte als Pumpspeicherkraftwerke ist erst mit dem Ende des Bergbaus aufgekommen. Hier gilt es noch zu klären, inwieweit der Schacht ertüchtigt werden müsste, um der hohen Belastung durch das Wasser standzuhalten. Auch müsste unter Tage ein Speicher für das Wasser gebaut werden. Wahrscheinlich ist eine Lösung, bei der eine große Kaverne direkt am Schacht gebaut wird. Geprüft wird auch die Nutzung als Druckluftspeicher. Hier würde mit überschüssigem Strom Luft in den Schacht gepumpt und so ein hoher Druck aufgebaut, der dann bei Strombedarf Turbinen treiben kann. Ausschließen will Tönjes die Nutzung von Geothermie, also Tiefenwärme. Dafür sei im Saargebiet die Temperatur mit rund 30 Grad nicht hoch genug. 



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